Tuning-Guide
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Leistungssteigerung des Corvette C6 Z06 LS7 Motors
In diesem Artikel werden einige Komponenten und deren Funktion vorgestellt.
Corvette C6 Z06 Viertelmeile-Guide - Basic Driver Skills
In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie das volle Leistungspotenzial Ihrer Corvette ausschöpfen können.
Leistungssteigerung des Corvette C6 Z06 LS7 Motors
Mit seinen 512PS und 620NM bietet der handgefertigte Voll-Aluminium LS7 Motor dank geschmiedeter Kurbelwelle und Titanpleuel bereits serienmäßig überragende Leistungswerte und hohe Standfestigkeit.
Es gibt jedoch Menschen, die erwarten mehr von einem Fahrzeug - mehr Power, mehr Fahrspaß, mehr Leidenschaft. Für diese Gruppe von Individualisten bietet Infinity Performance die richtigen Zutaten, um aus einem schnellen Auto ein überragendes Auto zu machen.
Dazu haben wir verschiedene Pakete entwickelt, um die Leistung des LS7 zu erhöhen - wir wollen Ihnen im Folgenden einige der Komponenten näher vorstellen.
Obwohl die Corvette Z06 bereits von Hause aus mit exzellenten Krümmern und einer 3" Abgasanlage ausgestattet ist, gibt es in diesem Bereich Raum für Verbesserungen.
Optimierung der Elektronik
Das LS7 Steuergerät ist mit 11.7:1 bei komplett geöffneter Drosselklappe relativ fett abgestimmt. Durch eine Anpassung der Zünd- und Einspritzkennfelder wird das Benzin-/Luftgemisch auf 12.5:1 bis 13:1 eingestellt, wodurch der Motor spürbar agiler und leistungsfähiger wird.
Eine Steigerung der Leistung um 20-30PS allein durch die Optimierung der Software unter Beibehaltung aller Serienkomponenten ist realistisch.
Sport-Thermostat
Der Einsatz eines 160°F Thermostat bei gleichzeitiger Anpassung der Lüftereinschaltpunkte ergibt eine Reduzierung der Motortemperatur um rund 5°F, wodurch die Klopfgrenze reduziert wird und die Vorzündung erhöht werden kann.
Sport-Nockenwelle
Während die LS7 Zylinderköpfe bereits optimal auf hohen Luftdurchsatz ausgelegt sind, können speziell abgestimmte Sport-Nockenwellen in Verbindung mit einem überarbeiteten Ventiltrieb bei leicht erhöhtem Leerlauf ungenutztes Leistungspotenzial freisetzen.
Sport-Fächerkrümmer mit Sport-Katalysatoren und X-Pipe
In Verbindung mit Sport-Nockenwellen können "Long Tube" Fächerkrümmer und Sportkatalysatoren die Performance des Motors deutlich erhöhen, indem sie die Abgase optimal aus dem Motor leiten.
Sport-Ansaugsystem
Mehr Sauerstoff bedeutet eine bessere Verbrennung und damit mehr Leistung. Unsere Ansaugsysteme sind deshalb so optimiert, daß möglichst viel Luft in den Zylinderkopf gelangt.
Durch eine Kombination der bisher genannten Komponenten erreicht man einen Zuwachs von 100PS und mehr am Motor, je nach Wahl der Nockenwelle.
Corvette C6 Z06 Viertelmeile-Guide - Basic Driver Skills
Sie wünschen sich bessere Beschleunigung ? Wer würde das nicht ! Der klassische Weg führt dabei über eine Steigerung der Motorleistung, bessere Reifen und eventuell ein modifiziertes Getriebe. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, die im Vergleich deutlich günstiger ist: lernen Sie, das bereits vorhandene Potenzial des Fahrzeugs zu nutzen, indem Sie optimale Fahrtechniken anwenden, die die volle Leistung aus den bereits eingebauten Komponenten herausholen.
Der aktuelle Rekord für eine Serien-Z06 mit Drag-Slicks liegt im Moment bei 10.85 Sekunden und mit Standardbereifung (Goodyear EMT) immerhin noch bei beachtlichen 11.24 Sekunden. Vorab sei gesagt, daß solche Zeiten nur mit sehr viel Übung zu erreichen sind, aber - und das ist die gute Nachricht - sie sind möglich !
8 Dinge, die man tun und beachten sollte, bevor man zu einer 1/4-Meile-Veranstaltung fährt:
- die Chevrolet-Werksvorgaben lesen und auswendig lernen, so hat man eine Referenz für die eigene Leistung
- einen für Rennsportveranstaltungen zugelassenen Helm kaufen, z.B. mit FIA-Norm
- Sport- oder Fahrerschuhe kaufen, die eine dünne Sohle und genügend Grip besitzen. Dünne Sohlen erlauben ein besseres Pedalgefühl, wichtig um den Motor, die Kupplung und die Reifen optimal zu dosieren. Guter Grip verhindert ein Abrutschen von den Pedalen bei schnellen Schalt- und Bremsvorgängen.
- Fahrerhandschuhe kaufen, um den Schalthebel jederzeit perfekt zu kontrollieren, auch wenn die Hände schwitzig werden
- den Fahrersitz und das Lenkrad so einstellen, daß sich alles jederzeit gut erreichen läßt. Diese Race-Position-Einstellungen als Memory Pre-set speichern.
- mit eingestellter Race Position den Gangwechsel üben, um die Schaltzeiten sowie die -genauigkeit zu verbessern
- die Kupplungsflüssigkeit austauschen, um ein Hängenbleiben des Kupplungspedals zu vermeiden
- den Benzinvorrat so einteilen, dass man mit ca. halb-vollem Tank auf der Rennstrecke ankommt
Das erste Ziel auf dem Drag Strip sollte sein, die Strecke sicher, ohne Schaltfehler und ohne technische Defekte zu absolvieren. Wenn Sie die Strecke kennengelernt haben und das Auto blind beherrschen kommt Schritt 2: die Werksvorgabe.
Solange Ihre Zeiten nicht einigermaßen gleichmäßig sind, d.h. mit einer Abweichung von 0.5 Sekunden oder weniger, sollten Sie das Auto auf der anderen Spur und Ihre Reaktionszeit ignorieren, da sie für die E.T. (tatsächlich gefahrene Zeit) keine Rolle spielen.
Wenn man sich von diesen Stressfaktoren frei macht stellt sich eine Verbesserung deutlich schneller und entspannter ein. Die weiteren Aspekte des Drag Racing folgen dann später ganz von allein.
Ankunft auf dem Drag Strip
- wenn eine technische Abnahme des Fahrzeugs vorgeschrieben ist, erledigen Sie diesen Punkt zuerst. Zeigen Sie Ihren Helm und lassen Sie sich die Startnummer auf die Scheibe schreiben
- reduzieren Sie den Reifendruck (warm) um 25-26psi (1.7-1.8 BAR) bevor Sie den ersten Lauf absolvieren. Die Traktion wird dadurch deutlich verbessert und die Belastung des Antriebsstrangs reduziert. Der Druck sollte vor jedem Lauf neu justiert werden.
- stellen Sie Fahrersitz und Lenkrad auf die gespeicherte Race Position ein. Machen Sie 2-3 Probedurchgänge mit der Schaltung, um die Muskulatur aufzuwärmen und Ihre Reflexe zu schärfen.
- lassen Sie sich von einem erfahrenen Teilnehmer die Abläufe bezüglich Staging und Start erklären. Fragen Sie auch nach dem Weg zurück in die Boxengasse am Ende des Strips.
Staging (Fahrzeug in Startposition bringen)
- fahren Sie um die evtl. vorhandene Wasserpfütze herum, damit die Serienreifen trocken bleiben
- stellen Sie die Traktionskontrolle richtig ein. Eine C5 sollte sich im Modus "sportliches Fahren" und eine C6 / Z06 im Modus "Traktionskontrolle aus" befinden. Diese Einstellungen erlauben ein Durchdrehen der Hinterräder, während das Active Handling (ESP) weiter aktiv ist und dem Fahrer hilft, die Kontrolle über das Heck des Fahrzeugs während des Starts und der Schaltvorgänge zu behalten. Sollte das Heck dennoch ausbrechen, ist die beste Technik sofort vom Gas zu gehen - besser den Lauf versaut, als das Fahrzeug gegen die Wand gesetzt !
- wenn das Fahrzeug in Startposition gebracht wird, sollten die Räder genau in der "Fahrspur" stehen. Während Sie langsam vorwärts fahren passieren Sie die Pre-Stage Lichtschranke und das obere (kleine) Lichterpaar der Startampel leuchtet auf. Von jetzt an sollten Sie extrem langsam und vorsichtig weiterrollen, bis das untere Lichterpaar angeht. Sobald es leuchtet stoppen Sie sofort. Genau in dieser Position sollten Sie sein. Bereiten Sie sich nun auf den Start vor.
Der Start besteht aus 3 Elementen
1) Die Start-Drehzahl wird konstant gehalten während Sie die Kupplung lösen (einkuppeln). Die Drehzahl sollte dabei so gewählt werden, wie es der Zustand des Tracks maximal zuläßt. Eine ideale Drehzahl produziert lediglich geringes Durchdrehen bevor die Reifen greifen. Eine höhere Drehzahl würde zu viel Wheelspin erzeugen und eine niedrigere läßt den Motor stottern. Mit Serienreifen liegt die beste Drehzahl i.d.R. zwischen 2400-3300 U/min. Wenn Sie sich noch unsicher sind, beginnen Sie mit einer Drehzahl von 2400 U/min und, basierend auf den Ergebnissen, verändern diese schrittweise um 200-300 U/min nach oben oder unten. Nach ein paar Läufen sollten Sie die optimale Balance zwischen Wheelspin und Motorstottern gefunden haben.
2) Das Kupplungspedal sollte sehr schnell gelöst werden, aber nicht durch absichtliches Abrutschen oder seitliches Wegziehen des Fußes. Das Pedal muss komplett gelöst sein, bevor das Fahrzeug die ersten 2 Meter zurückgelegt hat. Ein zu schnelles und abruptes Lösen des Pedals kann den Antriebsstrang beschädigen, da sehr viel Drehmoment schlagartig übertragen wird. Ein zu langsames Lösen hingegen erzeugt Hitze und verbrennt die Kupplung, sodaß diese im schlimmsten Fall komplett ausfällt.
3) Sobald die Kupplung komplett gelöst ist -und keinesfalls vorher- sollte das Gaspedal voll durchgetreten werden. Allerdings nicht ruckartig, dies würde zu unkontrolliertem Durchdrehen der Hinterräder führen, sondern in einer schnellen, gleichmäßigen Bewegung. Dabei ist besonders auf das Verhalten der Kupplung (durchrutschen) und der Räder (durchdrehen) zu achten und die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. Ziel sollte sein, nach kurzem anfänglichen Wheelspin konstant steigende Drehzahlen ohne Übertragungsverluste oder Motorstottern zu erreichen. Sobald die Reifen greifen sollte eine möglichst hohe Beschleunigung ohne erneutes Durchdrehen realisiert werden. In den meisten Fällen ist das Gaspedal innerhalb der ersten 10 Meter komplett auf dem Boden, je nach Zustand der Strecke. Dies garantiert eine niedrige 60ft. Zeit !
Wenn man diese 3 Elemente des Startvorgangs berücksichtigt schafft ein durchschnittlicher Corvette Fahrer die 60ft. Zeit in 2 Sekunden. Mit zunehmender Übung bei der alle Bewegungen synchronisiert werden und das Feedback des Autos korrekt umgesetzt wird kann ein guter Fahrer 1.9 Sekunden und ein hervorragender Fahrer sogar 1.8 Sekunden realisieren.
Die Schaltvorgänge sollten schnell und bei der richtigen Drehzahl ausgeführt werden, aber dazu gleich mehr. Das Schaltgetriebe der Corvette lässt Gangwechsel innerhalb von 200ms zu. Fährt man eine Corvette auf der 1/4 Meile geht man von 3 Schaltvorgängen (1 zu 2, 2 zu 3, 3 zu 4), sprich 6/10 Sekunden, aus. Während dieser Zeit trennt die Kupplung den Antriebsstrang vom Motor und das Fahrzeug kann nicht beschleunigen. Ein durchschnittlicher Fahrer, der das Schnell-Schalten nicht beherrscht, braucht sogar 400-500ms pro Gangwechsel, was zu einer Unterbrechnung des Vortriebs von fast 1.5 Sekunden führt - 9/10 langsamer als der geübte Fahrer. Der einzige Weg, diese "Schalt-Zeitstrafe" zu minimieren führt über viel Übung, sodass die Gangwechsel schnell, präzise, sicher und vor allem ohne nachdenken "im Schlaf" erfolgen.
Die richtigen Schaltpunkte sind entscheidend für maximale Beschleunigung. Der ideale Schaltpunkt bei einer Serien-Corvette liegt kurz vor dem Drehzahlbegrenzer. Zwischen guten und perfekten Gangwechseln liegen hier 3/10 Sekunden. Wie man den perfekten Schaltpunkt trifft zeigt folgendes Beispiel: wenn 6500U/min die angepeilte Drehzahl für den Gangwechsel sind (Corvette mit LS2 und LS6 Motor), dann muß der Fahrer genau bei dieser Drehzahl die Kupplung betätigen, das Gaspedal lösen, den Gangwechsel durchführen, wieder einkuppeln und das Gas erneut durchdrücken. Da die Drehzahl bei Vollgas in jedem Gang unterschiedlich schnell steigt, muß der Fahrer diese Vorgänge jeweils exakt anpassen, um den richtigen Moment zu treffen - dies erreicht man nur durch ständige Praxis und Übung.
Hat man die ideale Schaltdrehzahl verpasst schlägt sich dies in rund 5/100 extra Sekunden nieder und ist damit noch verkraftbar. Trifft man jedoch den Drehzahlbegrenzer bekommt man die Quittung in Form von 1/10 Sekunden Zeitverlust oder sogar mehr, wenn der Fahrer nicht umgehend reagiert.
Ist schließlich die 4. Fahrstufe eingelegt achten Sie darauf, dass die Drosselklappe bis zur Ziellinie komplett geöffnet bleibt und gehen Sie nicht versehentlich zu früh vom Gas !
Nachdem Sie nun wissen, wie Sie Ihr Fahrzeug optimal beschleunigen und sich auf die 1/4-Meile vorbereiten hilft nur noch eines: Üben, üben und nochmal üben ! Sie sollten davon ausgehen, daß Sie zwischen 30-50 Durchgängen benötigen, um Ihre persönliche untere E.T. Grenzzeit zu "erfahren". Wenn Sie es schneller schaffen, Herzlichen Glückwunsch, sollte es länger dauern - geben Sie nicht auf - bleiben Sie stets realistisch und versuchen Sie, sich bei jedem Lauf zu verbessern und an Ihrer Technik zu arbeiten !
Viel Erfolg !
Corvette C6 Z06 Viertelmeile-Guide - Advanced Driver Skills
Nachdem Sie nun bereits ein paar Läufe auf dem Drag Strip absolviert haben und mit den grundlegenden Fahrtechniken vertraut sind, wollen Sie Ihre Zeiten natürlich weiter verbessern.
Es gibt 3 Bereiche, die wir in diesem Zusammenhang näher beleuchten wollen.
Burnout Prozedur zum Anwärmen der Reifen
Ein sicherer Weg die Traktion der Reifen bei Start und Schaltvorgängen zu erhöhen liegt im Aufwärmen der Reifen durch einen Burnout. Bei Drag Radial Reifen ist dies sogar zwingend erforderlich, damit man bessere Zeiten als mit Serienreifen erreicht.
Schalten Sie das Traktionssystem aus und fahren Sie nicht durch die Wasserpfütze, sondern außen herum, sodaß die Wasserpfütze sicher hinter dem Fahrzeug befindet.
Fahren Sie dann nur soweit zurück, daß das Reifenprofil leicht mit Wasser benetzt ist. Lassen Sie die Reifen dort NICHT durchdrehen. Fahren Sie mit geöffneter Tür soweit vor, daß Sie sich wieder in der leicht feuchten Zone befinden, um dort Ihren Burnout zu starten.
Sie sollten allerdings nicht soweit vorfahren, dass Sie mitten in der ggf. geklebten Startzone stehen, da die Traktion hier viel zu groß für einen Burnout ist.
Legen Sie den zweiten Gang ein. Da Sie sich noch auf feuchtem Asphalt befinden drehen die Reifen hier auch in diesem Gang sehr leicht durch und erwärmen sich deutlich schneller als im ersten Gang. Sollten Sie sich mit dem zweiten Gang unwohl fühlen, dürfen Sie natürlich auch den 1. benutzen.
Bringen Sie den Motor auf 3500U/min und gehen Sie abrupt von der Kupplung, geben Gas und betätigen Sie gleichzeitig mit dem linken Fuß das Bremspedal. Sie sollten die Bremse nur leicht antippen, um den Motor nicht abzuwürgen. Dieser Vorgang benötigt etwas Übung und Sie sollten nicht aufgeben, wenn es nicht gleich beim ersten Versuch funktioniert. Die Bremsen verhindern, daß das Heck seitlich wegdriftet und natürlich, daß das Fahrzeug sich nicht vorwärts bewegt, während Sie den Burnout durchführen. Um den Bremsenverschleiß brauchen Sie sich dabei keine Gedanken machen, er entspricht bei einem Burnout von 4-5 Sekunden ungefähr dem Verschleiß bei einer Bremsung von 100 auf 30 km/h.






